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Segen & Fluch: Worauf du beim Bewerben mit KI achten solltest

15.10.2025Gabriele Natali

Künstliche Intelligenz ist heutzutage überall. Egal ob ChatGPT, Claude oder Perplexity, die künstlichen Wegbegleiter erleichtern vielen Menschen den Alltag. Die logische Folge daraus ist, dass man sich auch beim Bewerben von KI-Chatbots Unterstützung holt. Wir zeigen dir die «Do’s und Dont’s» beim Bewerben mit KI. 

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Bild: unsplash

Rechtschreibung und Sprache

Nichts wirkt unprofessioneller als eine Bewerbung voller Rechtschreib- und Grammatikfehler. Zum Glück gibt es KI-Werkzeuge wie Languagetool, welche deine Texte korrigieren und dir sogar alternative Formulierungen vorschlagen. Viele Tools schlagen dir sogar einen an den Beruf angepassten Wortschatz vor und helfen beim Einfügen wichtiger Schlagwörter. Hierbei solltest du aber darauf achten, dass du die Vorschläge nicht 1:1 übernimmst und deinem eigenen Schreibstil treu bleibst.

Persönliche Note

KI kann dir helfen, dich sprachlich präzise und professionell auszudrücken. Was sie aber nicht kann, ist, deine individuelle Persönlichkeit wiederzugeben. Ein Bewerbungsschreiben lebt von deiner eigenen Motivation, deinen Erfahrungen und deinem Charakter. Verwende deshalb KI nur als Unterstützung. Das Bewerbungsschreiben stammt schliesslich immer noch von dir. Übernimm Textvorschläge nicht unverändert, sondern passe sie an deine Ausdrucksweise an. So stellst du sicher, dass dein Schreiben authentisch bleibt und dich wirklich widerspiegelt. In unserem Interview mit Heidy Marx von «IT-Rockt!» bestätigt nämlich auch sie uns: «Bei einer Bewerbung sollte man KI in einem gesunden Mass benutzen. Es gibt gewisse Satzmuster, bei denen man als Vorgesetzter merkt, dass sie mit KI verfasst wurden.»

Interview-Vorbereitung

Viele Bewerber:innen nutzen KI, um sich auf Vorstellungsgespräche vorzubereiten. Mit genug Informationen über die Stelle können KI-Chatbots ein Bewerbungsgespräch mit dir simulieren. So kannst du dich bereits auf gewisse Fragen vorbereiten. Wichtig hierbei ist aber, dass du die Antworten nicht auswendig lernst, sondern du eine Idee davon bekommst, in welche Richtung deine Antworten gehen sollen. Ein Gespräch wirkt nur dann überzeugend, wenn du spontan und echt reagierst.

Datenschutz beachten

Wenn du KI beim Bewerben nutzt, achte darauf, keine persönlichen Daten wie Adressen, Zeugnisse oder Namen in öffentliche Tools einzugeben. Auch Expertin Heidy Marx hat uns im Interview geraten: «Fügt keine persönlichen Daten ein. KI muss diese Informationen nicht haben. Benutzt Teilstücke eines Satzes oder verallgemeinert eure Fragen.» Sicherheit geht in diesem Fall vor Bequemlichkeit.

Fazit

KI-Chatbots sind hilfreiche Werkzeuge, wenn du weisst, wie du sie gezielt einsetzt. Sie können Formulierungen verbessern, Ideen liefern und Struktur schaffen. Allerdings darf KI nie deine Persönlichkeit ersetzen. Bewerben bleibt eine persönliche Angelegenheit, bei der Echtheit und Eigeninitiative zählen.

Weitere Informationen

Falls du Unterstützung bei deinen Bewerbungen brauchst oder Fragen zum Thema KI hast, kannst du gerne bei uns im tipp vorbeikommen. Die Öffnungszeiten findest du hier auf unserer Website

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